Erkältungszeit im Herbst – wie Sie gut vorsorgen können
Mit dem Herbst beginnt für viele Menschen auch wieder die Zeit häufiger Erkältungen und Atemwegsinfektionen. Dass diese in den kälteren Monaten vermehrt auftreten, hat mehrere Gründe.
Wir verbringen wieder mehr Zeit gemeinsam in geschlossenen Räumen. Dadurch können Krankheitserreger leichter von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Auch trockene Luft kann eine Rolle spielen, weil sie die Schleimhäute austrocknet. Diese gehören zu den natürlichen Schutzbarrieren unseres Körpers.
Gerade jetzt lohnt es sich deshalb, die eigene Gesundheit etwas stärker in den Blick zu nehmen und mit einfachen Maßnahmen gut vorzusorgen.
Was Sie selbst tun können
Regelmäßige Bewegung, möglichst auch an der frischen Luft, gehört zu einem gesundheitsförderlichen Alltag. Ebenso wichtig sind ausreichend Schlaf und Erholung sowie eine ausgewogene, vitaminreiche und abwechslungsreiche Ernährung.
Auch einfache Hygienemaßnahmen können helfen, die Weitergabe von Krankheitserregern zu verringern. Dazu gehören gründliches Händewaschen, regelmäßiges Lüften von Innenräumen sowie richtiges Husten und Niesen, am besten in ein Taschentuch oder in die Armbeuge und dabei von anderen Personen abwenden.
Wer krank ist, sollte sich ausreichend Ruhe gönnen und möglichst Abstand zu anderen halten. Lässt sich ein enger Kontakt nicht vermeiden, kann insbesondere zum Schutz gefährdeter Personen auch das Tragen einer Maske sinnvoll sein. Bei stärkeren, anhaltenden oder sich verschlechternden Beschwerden ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen.
Besondere Rücksicht ist im Kontakt mit Säuglingen und Kleinkindern, älteren Menschen, Schwangeren, chronisch Erkrankten oder Menschen mit einer eingeschränkten Immunabwehr wichtig. Diese Personen haben bei manchen Atemwegsinfektionen ein höheres Risiko für Komplikationen oder einen schwereren Krankheitsverlauf. Sie zählen damit zu den Personengruppen, die besonders geschützt werden sollten und werden häufig als Risikogruppen bezeichnet.
Auch bei Tätigkeiten mit vielen persönlichen Kontakten, beispielsweise in Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen oder im Gesundheitswesen, ist ein bewusster Umgang mit Atemwegsinfektionen wichtig. Das gilt besonders dann, wenn dabei Kontakt zu Menschen aus Risikogruppen besteht.
Vorsorge kann unterschiedlich aussehen
Gerade für Menschen aus gesundheitlichen Risikogruppen kann es sinnvoll sein, sich frühzeitig über geeignete Schutzmöglichkeiten zu informieren. Welche Maßnahmen empfohlen werden, hängt unter anderem vom Alter, von bestehenden Erkrankungen und der persönlichen Lebenssituation ab.
Der Herbst ist deshalb auch eine gute Gelegenheit, den eigenen Impfstatus überprüfen zu lassen.
Schutz vor bestimmten Atemwegserkrankungen
Für einige Krankheitserreger, die besonders in den Herbst- und Wintermonaten eine Rolle spielen können, gibt es zusätzliche Schutzmöglichkeiten. Dazu gehören die Influenzaviren (Gruppe A, B und C), die Respiratorischen Synzytial-Viren (RSV), die Corona verursachenden Viren (COVID-19) sowie die Pneumokokken (Bakterien).
Daneben gibt es eine Vielzahl verschiedener Erreger, darunter rund 200 unterschiedliche Viren, die leichtere Erkältungskrankheiten auslösen können. Diese können jedoch insbesondere für Menschen aus Risikogruppen zu schwereren Krankheitsverläufe und Komplikationen führen.
Allen gemeinsam ist, dass diese Viren und Bakterien sehr schwere und teilweise auch tödlich verlaufende Erkrankungen der Atemwege mit hohem Fieber, Atemnot, Sepsis und Organversagen verursachen können. Für diese Erkrankungen bestehen je nach Alter, Vorerkrankungen und persönlicher Situation unterschiedliche Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Welche davon im Einzelfall zutreffen, sollte am besten mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprochen werden. Die aktuellen Empfehlungen und den Impfkalender der STIKO finden Sie unter den weiterführenden Informationen am Ende dieses Artikels.
Achten Sie gut auf sich und aufeinander und kommen Sie gesund durch Herbst und Winter.
Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich gerne an das Gesundheitsamt der Stadt Suhl: Gesundheitsamt@stadtsuhl.de
Weitere Informationen
Aktuelle Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut:
Impfkalender der STIKO:





Kommentare