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Klimadaten für Suhl: Unsere Region im Blick

Viele Bürgerinnen und Bürger in Suhl möchten nachvollziehen, wie sich das Klima in Ihrer Region entwickelt. Dabei ist es wichtig, zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Wetter beschreibt die aktuellen und kurzfristigen erwarteten Bedingungen, zum Beispiel Temperatur, Regen oder Sonnenschein. Klima betrachtet dagegen die Entwicklung über viele Jahre. Die öffentlich zugänglichen Klimadaten geben Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Entwicklungen in Suhl und Thüringen selbst nachvollziehen und sich ein eigenes Bild zu machen.


Wo finde ich Klimadaten für Suhl und Thüringen?

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, kurz TLUBN, stellt auf seiner Internetseite öffentlich zugängliche Informationen, Berichte, Karten und Daten zur Klimaentwicklung in Thüringen bereit.


Die Seite zeigt keine aktuelle Wettervorhersage. Sie bietet vielmehr Auswertungen über längere Zeiträume, zum Beispiel zu Temperatur, Niederschlag, Sonnenscheindauer sowie zur Zahl heißer Tage, Sommertagen oder Frosttagen.


Startseite zum Thema Klima: https://tlubn.thueringen.de/klima 


Von dort aus gelangen Sie auch zum Regionalen Klimainformationssystem ReKIS. Dort werden Klimainformationen für Thüringen regional aufbereitet und in Form von Karten, Daten und Auswertungen dargestellt. So können Entwicklungen für einzelne Regionen und Kommunen genauer betrachtet werden.


Wie können klimatische Entwicklungen unsere Gesundheit beeinflussen?

Klimatische Entwicklungen können dazu beitragen, dass bestimmte Wetterlagen häufiger oder länger auftreten. Dazu gehören zum Beispiel Hitzeperioden, Trockenheit, Starkregen oder Überschwemmungen. Solche Ereignisse können sich auf verschiedene Bereiche unseres Alltags und unserer Gesundheit auswirken.


Hitze kann den Kreislauf belasten, den Schlaf beeinträchtigen und das körperliche sowie seelische Wohlbefinden beeinflussen. Auch die Konzentration kann bei hohen Temperaturen nachlassen, wodurch das Unfallrisiko steigen kann. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen sind an heißen Tagen gefährdet. Ältere Menschen verspüren häufig weniger Durst. Kleine Kinder verlieren bei Hitze schneller Flüssigkeit und könne noch nicht immer selbst einschätzen, wann und wie viel sie trinken müssen. Bei Menschen mit Herz-Kreislauf- oder anderen chronischen Erkrankungen kann Hitze damit verbundene Beschwerden verstärken.


Trockenheit kann sich auf die Verfügbarkeit von Wasser, die Landwirtschaft und damit auch auf die Erzeugung von Lebensmitteln auswirken. Starkregen und Überschwemmungen können Gebäude und Infrastruktur beschädigen und für Betroffene auch eine seelische Belastung darstellen.


Veränderte klimatische Bedingungen können dazu führen, dass sich bestimmte Mücken- und Zeckenarten in neuen Regionen ansiedeln oder über längere Zeit im Jahr aktiv sind. Dadurch kann auch das Risiko für Krankheiten steigen, die von ihnen übertragen werden. Zudem kann sich die Pollensaison verlängern und Menschen mit Allergien stärker belasten.


Was hilft an heißen Tagen?

Körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten möglichst auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Tragen Sie eine Kopfbedeckung wie einen Hut oder eine Mütze und planen Sie ausreichend Pausen an schattigen oder kühlen Orten ein. Auch ein Fächer oder Handventilator kann durch Luftbewegung für Abkühlung sorgen. Wichtig ist außerdem, ausreichend zu trinken.


In Suhl laden zum Beispiel der Herrenteich und schattige Sitzbereiche zu Pausen ein. Möglichkeiten für eine Pause. In der Stadelstraße steht außerdem ein öffentlicher Trinkwasserbrunnen zur Verfügung.


Weitere Hinweise zum Schutz vor Hitze, zum UV-Index, zu besonders gefährdeten Personengruppen und zu kühle Orte in Suhl finden Sie in unserem Artikel: Heiße Tage voraus: So bleiben Haut, Kreislauf und Haustiere geschützt


Warnzeichen bei starker Hitzebelastung

Beschwerden wie Schwindel, starke Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Verwirrtheit sollten ernst genommen werden, da sie Anzeichen einer starken Hitzebelastung sein können. Suchen Sie einen kühlen Ort auf oder bringen Sie die betroffene Person dorthin und sorgen Sie für Abkühlung. Getränke sollten nur angeboten werden, wenn die Person vollständig bei Bewusstsein ist und sicher schlucken kann.


Bei Bewusstseinsstörungen, Krämpfen, schwerer Atemnot oder einem Kreislaufkollaps kann ein lebensbedrohlicher Hitzschlag vorliegen. Rufen Sie in diesem Fall sofort den Notruf 112.


Haben Sie noch Fragen?

Bei Fragen oder Unsicherheiten wenden Sie sich gerne an unser Gesundheitsamt unter gesundheitsamt@stadtsuhl.de 


 

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